REGELN OHNE CHAOS...
...ein Traum?
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REGELN OHNE CHAOS...
...oh, doch nicht so einfach!
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REGELN OHNE CHAOS...
...doch eine Herausforderung
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Regeln… So wenig wie möglich, so viel wie nötig!

Wir leben noch! …

… und das in einer Welt zeitweise ohne Theater, Restaurantbesuche, geselliges Beisammensein im Familien- und Freundeskreis,
ohne Sport, Konzerte, Reisen und Veranstaltungen und einer Wirtschaft im Shutdown. Bis vor kurzem noch undenkbar!

Statt dem gewohnten „höher, schneller, weiter“ erleben wir derzeit eine irritierende, aber notwendige Umstrukturierung des Alltags.  

Bei der Reflexion über dieses Zwangsexperiment fällt auf, dass es manche Themen wie beispielsweise die Klimakrise,
die bis vor kurzem noch intensiv diskutiert wurden, offenbar nicht mehr gibt. Dabei werden jetzt persönliche Einschränkungen
erzwungen, die denen der Klimaschutzforderungen entsprechen. Und die Mehrheit hält sich daran.

Sind wir nach der Corona-Krise bereit für Lebensformen, die auf eine Balance zwischen Ökologie und Ökonomie zielen? Perspektiven, über die
nachzudenken uns im Organisationsmodus die Zeit fehlte, könnten jetzt durchdacht und realisiert werden.

Doch es gibt auch Spannungen: im Recht des Einzelnen auf freie Entfaltung und den Notstandsregeln, zwischen Nationalismus und Protektionismus, Ethik und Ökonomie, zwischen Digitalisierung und Datenschutz, Klimaschutz und Wirtschaftsinteressen, Regeln und Eigenverantwortung. 

Diese Spannungen sind die Chance vieles neu auszubalancieren… mit Leitplanken zur Orientierung und Regeln ohne Chaos.

ROC REGELN OHNE CHAOS

Um was geht es?

In regelmäßigen Workshops haben wir uns mit der Frage beschäftigt: Wie kann es gelingen die erforderlichen Regelwerke für neue Technologien und die damit verbundenen gesellschaftspolitischen Veränderungen so zu gestalten, dass Prozesse optimiert und Risiken minimiert werden? Wie kann der Entstehung ineffizienter Regeln vorgebeugt werden?

Bausteine

Das „Wohlbefinden“ der Gesellschaft ist gestört. Zunehmende Reglementierungen werden als belastend empfunden. Die Überregulierung hat in vielen Bereichen einen zeitraubenden Bürokratismus zur Folge. Regeln sind notwendig, eine Effizienzminderung durch zu viele und unnötige Regeln sollte vermieden werden. Die Einführung neuer Regeln erfordert daher grundsätzlich ein Akzeptanzmanagement und eine Balance im Verhältnis von eingesetzten Mitteln und tatsächlichem Nutzen.

Weiterentwicklungen, vor allem solche disruptiver Art, haben stets Auswirkungen auf gesellschaftliche Strukturen, wobei während des Übergangsprozesses (Nutzungs-) Möglichkeiten entstehen, die dem Regelwerk einer Gesellschaft zu Beginn weit voraus sind. Diese Regelungslücken können erst nach und nach geschlossen werden.

Diese Weiterentwicklungen führen im Zusammenhang mit den entstehenden Regelungslücken zu Unsicherheiten und Vorbehalten in der Gesellschaft. Aus Angst vor Veränderungen oder aus natürlicher Angst des „Nicht-Verstehens“ entstehen Tendenzen, diesen unaufhaltsamen Wandel zu ignorieren bzw. ihn zu bremsen.

Weiterentwicklungen sind jedoch ein Resultat aus menschlicher Neugier, wissenschaftlichem Forschungsdrang und der Suche nach Verbesserungen. Es ist Aufgabe der Gesellschaft, den Fortschritt so zu gestalten, dass seine positiven Auswirkungen den größtmöglichen Teil der Gesellschaft erfassen.

Bei der reglementierenden Gestaltung neuer Entwicklungen mit dem Ziel einer vermeintlich effizienten Nutzbarkeit besteht dann allerdings die Tendenz, möglichst alle Lebensbereiche erfassen zu wollen. Das Resultat ist eine ineffiziente Überregulierung. Immer mehr Normen und Regeln werden eingeführt, bestehende aber nicht mehr auf ihre Berechtigung und/oder Sinnhaftigkeit überprüft. Teils stehen neue Normen auch im Widerspruch zu bestehenden, welches sich gerade bei schon lang etablierten Technologien und ihren Regelwerken feststellen lässt.

Überregulierte Regelwerke auf ein überschaubares und sinnvolles Maß an Regeln zu reduzieren, scheint nahezu unmöglich. Ziel kann es nur sein, diese Überregulierung, die „Verordnete Vereinheitlichung“, in Zukunft zu vermeiden.

Regel-Prozess-Management (RPM)

Der RoC-Point entscheidet über die Einführung
einer neuen Regel

Schärfung eines Regelbewusstseins
Tool zur Bewertung einer Regel
Struktur, die Effizienz möglich macht

Leitmotiv für ein RPM

Ziel ist die Einführung eines Regel-Prozess-Managements (RPM), mit dem Regeln auf ihr Verfallsdatum oder ein erforderliches Update regelmäßig überprüft werden.

1. Die Gesellschaft steht vor neuen Herausforderungen auch im Hinblick auf Industrie 4.0. Das Neue bietet Chancen, die Zukunft zu gestalten. Insbesondere für die jüngere Generation wird das eine spannende Aufgabe. Neue Technologien sind nutzbringend in die Gesellschaft zu integrieren. Ein funktionierendes Regelwerk ist erforderlich nach der Devise: so wenig wie möglich, so viel wie nötig. Überregulierungen und vor allem widersprüchliche Regelungen sollten weitestgehend ausgeschlossen werden.

2. Ziel ist die Entwicklung eines mehrstufigen Regelprozessmanagements RPM, das wie folgt strukturiert sein könnte:

Stufe 1: Überprüfung, wo Regeln notwendig und sinnvoll sind.

Stufe 2: Notwendig und sinnvoll erachtete Regeln sind mit Akzeptanz umzusetzen.

Stufe 3: Regeln sind fortlaufend und regelmäßig auf ihre Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit zu überprüfen.

2.1. Es ist ein System zu entwickeln, mit dem sich die Effizienz der einzuführenden Regel bewerten lässt. Dazu gilt es, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Regel, Aufwand und Effizienz darzustellen.

2.2. Nach Einführung der Regel ist entsprechend zu bewerten, ob der erwünschte Zweck auch erreicht wird.

2.3. Jeder neuen Regel wird nicht nur eine Begründung für deren Einführung gegeben, sondern zwingend auch ein Prüfverfahren zur Seite gestellt. Die Regel ist nach einem zuvor festgelegten Zeitraum nochmals durch die einführende Stelle neu zu begründen oder sie tritt nach einem definierten Zeitraum außer Kraft.

3. Das Regel-Prozess-Management | RPM ist sowohl auf neue Regeln wie auch bei Änderung bestehender Regeln anzuwenden.

II. Regel-Prozess-Management | RPM

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Zusammenfassung

● Umwälzende Entwicklungen beeinflussen gesellschaftliche Strukturen und führen zunächst zu Verunsicherung.

● Um dem Sicherheitsbedürfnis zu entsprechen, werden die Veränderungen durch Regeln strukturiert.

● Mit dem Ziel die Entwicklungen so effizient wie möglich zu nutzen und Risiken zu minimieren, werden die Regeln nach und nach detaillierter und erfassen möglichst viele Bereiche.

● Bei Überregulierung verkehrt sich der positive Effekt jedoch ins Gegenteil – die Regeln werden zur Effizienzbremse.

● Regeln sollten künftig nur mit einem Regel-Prozess-Management | RPM initiiert werden. Es gewährleistet die Aktualität der Regeln und reduziert sie auf ein notwendiges Minimum

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Schärfung eines Regelbewusstseins

Hilft es viele zu regelnde Themen in einem Regelwerk zu verarbeiten?

Tragen viel Text zum besseren Verständnis bei?

Wie wirken Formulierungen in verschiedenen Gesellschaftsbereichen?

Wie erfolgen Plausibilitäts-Checks zu anderen Regelwerken?

Lassen die Formulierungen große Interpretationsspielräume zu?

Bin ich selbst vom Inhalt überzeugt?

Habe ich verschiedenste Konsequenzen bedacht?

Bin ich überzeugt, dass eine unmissverständliche Formulierung vorliegt?

Ist die Regel wirklich von Nöten?

Wie lange sollte sie ihre Gültigkeit besitzen bzw. wann ist Prüfung angesagt?

Was passiert bei Nichtbeachtung?

WARUM WIR?

Unter dem Begriff „Regelprozessmanagement“ haben wir die Ergebnisse unserer Überlegungen zusammengefasst.
Das Regelprozessmanagment besteht aus einem Regelbewusstsein, der Messung der Effizienz von Regeln und einer Struktur,
die ineffiziente Regeln entdeckt und in den Regelsetzungsprozess zur Überarbeitung oder Aufhebung zurückführt. Das Zusammenwirken dieser
drei Tools führt zu transparanteren und effizienteren Regeln.

Die Mitglieder unseres Vereins kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen. So wird sichergestellt, dass unsere Themen aus möglichst vielen Blickwinkeln beleuchtet werden.
Die Zusammenfassung der Blickwinkel zu einem Ergebnis stellt dabei jeweils eine besondere Herausforderung dar, der wir uns aber immer wieder gern stellen.

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